595 Jahre „Schlacht von Detern“

27. September 2021

Heute vor 595 Jahren, am 27. September 1426, fand die Schlacht von Detern statt, in der ein ostfriesisches Bauernheer die auswärtigen Hilfstruppen des Ocko tom Brok schlug.

Focko Ukena hatte sich an die Spitze der ostfriesischen Befreiungsbewegung gegen die tom Brok gesetzt. Bei Detern kam es schließlich zur ersten Schlacht. Ocko tom Brok hatte in seiner Not zahlreiche auswärtige Herrscher zur Hilfe gerufen, darunter den Grafen von Oldenburg und den Bischof von Bremen. Die Ostfriesischen Bauern unter Ukena konnten das Ritterheer jedoch vernichtend schlagen und ins Moor treiben. Dabei wurde der Bremer Erzbischof gefangen genommen sowie die Grafen von Rietberg und Diepholz erschlagen.










260 Jahre „Raubzug des Marquis de Conflans in Ostfriesland“

22. September 2021

Heute vor 260 Jahren, am 22. September 1761, fällt der Marquis de Conflans mit einer Bande deutscher Hilftruppen plündernd und mordend in Ostfriesland ein.

Nach der verlorenen Schlacht von Vellingshausen war die französische Armee ratlos, wie sie weiter gegen Preußen vorgehen sollte. Der Marquis Louis Gabriel de Conflans wurde mit einem Kontigent deutscher, zur französichen Armee gehörenden Hilfstruppen nach Ostfriesland geschickt, um dort zu plündern. Der Raubzug war brutal, sogar vor Mord wurde nicht zurückgeschreckt. Preußische Soldaten, die das Land hätten schützen sollen, waren nicht mehr anwesend. Daher sammelten sich zum letzten Mal Bauern nach den Regeln des uralten ostfriesischen Landesaufgebotes und setzten sich selbst zur Wehr. Bei Loga kam es zu heftigen Feindseligkeiten, bei denen sogar Tote zu beklagen waren. Gut zwei Wochen nach dem Einfall der Truppen war der Spuck vorbei.

Im Ostfriesischen hält sich noch heute der Begriff „Conflanser“, mit dem eine Räuberbande bezeichnet wird.




77 Jahre „Bombenangriff auf Emden“

6. September 2021

Heute vor 77 Jahren, am 06. September 1944, wird Emden bei einem Bombenangriff zu 80 Prozent zerstört.

Am 6. September 1944 wird Emden durch den Angriff alliierter Bomber zu 80 Prozent zerstört. So gut wie die gesamte historische Bausubstanz gehen durch die Bomben und den anschließenden Feuersturm verloren, darunter die Große Kirche, das Rathaus und viele Giebelhäuser aus dem 15. Jahrhundert.

Insgesamt sterben in Emden während des zweiten Weltkrieges 370 Menschen durch Bombenangriffe. Diese Zahl ist relativ gering, was an den vielen, zum Großteil noch heute sichtbaren Bunkern zum Schutz der Bevölkerung lag. Über 150 gab es davon in der Stadt, darunter 35 oberirdische Großbunker. In einem davon ist heute das Emder Bunkermuseum eingerichtet.




511 Jahre „St. Magnus-Flut“

5. September 2021

Heute vor 511 Jahren, am 05. September 1510, kommt es zur St. Magnus-Flut. Die bei den Fluten ein Jahr zuvor zerstörten und gerade notdürftig reparierten Deiche halten nicht stand.







66 Jahre „Das Friesische Manifest wird verabschiedet“

28. August 2021

Heute vor 66 Jahren, am 28. August 1955, wird von Friesen aus den drei Frieslanden auf dem 6. Friesenkongress in Aurich das Friesische Manifest verabschiedet.

Nach dem zweiten Weltkrieg war es vor allem den Friesen aus den Niederlanden zu verdanken, dass wieder eine interfriesische Zusammenarbeit zustande kamen, denn sie reichten den Friesen in Deutschland trotz der Naziherrschaft und Besatzung wieder die Hand. Beim 6. Friesenkongress wurde schließlich ein gemeinsames Friesisches Manifest verabschiedet, dass über 50 Jahre unverändert Bestand hatte und erst 2006 durch die Erklärung von Leck erneuert wurde.

Friesisches Manifest

Am Tage des sechsten gemeinsamen Treffens in neuerer Zeit stehen wir Friesen aus Nord-, Ost- und Westfriesland, aus dem Saterland und dem Land Wursten, aus dem Oldenburger Land und von Helgoland an der uns allen ehrwürdigen Stätte, am Upstalsboom, wo sich im Mittelalter die Abgesandten der sieben Seelande versammelten. Wir sind zusammengekommen, weil wir fühlen, daß wir zusammengehören und weil die Kraft dieses Gefühls nach Ausdruck verlangt; diese Kraft, die lebendig geblieben ist über alle Wechselfälle der Geschichte und über alle einmal entstandenen Grenzen hinweg.

Gemeinsam ist uns das Volkstum, gemeinsam der Kampf gegen die Naturgewalt der Nordsee, gemeinsam vor allem das Bewußtsein unserer Freiheit von den Niederlanden bis nach Dänemark. Die Zeit drängt nach größeren Zusammenschlüssen. Die drei Frieslande bejahen alle Bestrebungen, die zu einem geeinten Europa führen. Wir gehören freilich mehr als einem Staate an, fühlen uns aber über alles Trennende hinweg als Angehörige eines Stammes, gewohnt und gewillt, unserer Eigenart die Treue zu halten. Mit den Friesentagen, die im Jahre 1925 in Jever ihren Anfang nahmen, bekennen wir uns zur Besinnung auf die gemeinsamen Werte.

Wir bekennen uns zu einer Kultur, die in den Tiefen des Volkstums wurzelt. Gemeinsam wollen wir sie pflegen. Wir bitten alle verantwortlichen Stellen, die kulturelle Arbeit unserer friesischen Institute und Verbände recht zu erkennen und sie so zu fördern, daß ihre volle Entfaltung zum sichersten Deich gegen die gleichmachende Flut der Massen wird.

Wir bekennen uns zu unserer Muttersprache, sie sei friesisch oder plattdeutsch, die uns als wertvollstes Gut mitgegeben wurde und die wir pflegen wollen vor allem anderen. Elternhaus, Schule und Kirche sollen uns dabei helfen und alle staatlichen Stellen weisen wir darauf hin, und bitten sie, Größe und Wert dieser Aufgabe zu erkennen.

Wir bekennen uns zu unserer gemeinsamen Arbeit. Der Friesenrat, den wir berufen, wird die Aufgabe haben, die Zusammenarbeit zu verstärken, Wissenschaft und Schrifttum und alles schöpferische Streben zu fördern und damit das ehrenvolle Ansehen Frieslands in der Welt zu mehren.

Angenommen auf dem 6. Friesenkongreß am 28. August 1955 in Aurich (Ostfriesland)







132 Jahre „Geburt Ernst Reuters“

29. Juli 2021

Heute vor 132 Jahren, am 29. Juli 1889, wird der in Leer aufgewachsene Ernst Reuter in Apenrade (in Nordschleswig, heute Dänemark) geboren.

Ernst Reuter wuchs in Leer/Ostfriesland auf und besuchte dort das Ubbo-Emmius-Gymnasium. Von 1948 bis 1953 war er der erste Bürgermeister nach dem zweiten Weltkrieg in Westberlin. In Leer ist ein Marktplatz am Hafen nach ihm benannt.