91 Jahre „Geburt Hannes Flesners“

8. Dezember 2019

Heute vor 91 Jahren, am 08. Dezember 1928, wird der ostfriesische Humorist und Chansonier Hannes Flesner im Rahester Moor bei Aurich geboren.




472 Jahre „Ubbo Emmius wird geboren“

7. Dezember 2019

Heute vor 472 Jahren, am 07. Dezember 1547, wird der ostfriesische Gelehrte Ubbo Emmius in Greetsiel geboren.

Ubbo Emmius gilt als der berühmteste ostfriesische Universalgelehrte. Sein berühmtestes Werk sind die „Rerum Frisicarum historiae libri 60“ (auf Deutsch „Die sechzig Bücher der friesischen Geschichte“) sowie eine detailgetreue Karte Ostfrieslands aus der Zeit des ausgehenden Mittelalters.

Heutzutage weniger bekannt, aber nicht weniger wichtig, sind seine politischen Schriften und Briefwechsel mit den führenden Personen seiner Zeit, in denen er das Widerstandsrecht des Volkes gegen die Obrigkeit vertrat. Er wird heutzutage auch als Vorläufer des Parlamentarismus und des Revolutionsrechtes angesehen, von dem eine direkte Linie zu Jean-Jacques Rousseau und in die Französische Revolution führt. Seine aufklärerischen Bücher und Schriften waren ihrer Zeit weit voraus und wurden aus diesem Grund damals öffentlich verbrannt.

Heute ist er vor allem auch als Namensgeber bekannt: Die Grundschule in Greetsiel sowie seine Wirkungsstätten an den Gymnasien in Norden („Ulrichsgymnasium“) und Leer („Ubbo-Emmius-Gymnasium“) und die Universität Groningen sind nach Ubbo Emmius benannt. Letztere wurde sogar durch ihn gegründet.

Mehr zu Ubbo Emmius findet sich in der Wikipedia.




1297 Jahre „Bischofsweihe des Bonifatius“

30. November 2019

Heute vor 1297 Jahren, am 30. November 722, weiht Papst Gregor II. in Rom Bonifatius zum Missionsbischof. Bonifatius wird daraufhin zu einem der ersten Missionare der heidnischen Friesen.




685 Jahre „Clemensflut“

23. November 2019

Heute vor 685 Jahren, am 23. November 1334, bricht während der Clemensflut der Deich zwischen Eckwarden und Dangast. Die Butjadinger Heete entsteht und Eckwarderbrugge, Arngast und Jadeleh gehen unter.







23 Jahre „Ostfriesische Botschaft online“

17. November 2019

Heute vor 23 Jahren, am 17. November 1996, startet die Ostfriesische Botschaft ihr Internet-Angebot.

Am 17. November 1996 geht die Ostfriesische Botschaft online. Im April des selben Jahres wurde in Illmenau/Thüringen die erste Botschaft gegründet, gefolgt von Greifswald/Meck.-Pomm. im Mai. Früh wurden die Möglichkeiten des beginnenden Internetzeitalters erkannt und ein erster Webauftritt gebastelt. Damit war die Ostfriesische Botschaft eine der ersten ostfriesischen Webseiten überhaupt. Das Ziel war von Anfang an die Bekanntmachung und Verbeitung ostfriesischer Kultur und Lebensart.







589 Jahre „Freiheitsbund der Ostfrieslande“

10. November 2019

Heute vor 589 Jahren, am 10. November 1430, schließen die ostfriesischen Häuptlinge einen Bund, um sich von der Herrschaft Fokko Ukenas zu befreien.

Nachdem die Familie tom Brok, die sich die Herrschaft in ganz Ostfriesland sichern wollte, gestürzt war, trat deren ehemaliger Gefolgsmann Fokko Ukena an ihre Stelle. Die Ostfriesen waren nicht erfreut darüber, hatten sie doch ihre Freiheit nicht wiedergewonnen, um sie gleich wieder an Ukena zu verlieren. Unter der Führung von Edzard Cirksena schlossen die ostfriesischen Häuptlinge schließlich den „Bund der Freiheit“ oder auch „Freiheitsbund der sieben Ostfrieslande“ gegen Ukena. Mit der damit eingeleiteten Niederlage Ukenas wird gleichzeitig die Machtgrundlage der Häuptlingsfamilie der Cirksena, die später die ostfriesischen Grafen stellen sollte, gelegt.




81 Jahre „Reichspogromnacht in Ostfriesland“

9. November 2019

Heute vor 81 Jahren, am 09. November 1938, werden im Laufe der Reichspogromnacht die Synagogen von Aurich, Emden, Esens, Leer, Norden und Weener zerstört.

Am 9. November 1938 werden im Laufe der Reichspogromnacht die Synagogen von Aurich, Emden, Esens, Leer, Norden und Weener zerstört.




337 Jahre „Brandenburgische Truppen in Greetsiel“

1. November 2019

Heute vor 337 Jahren, am 01. November 1682, landen brandenburgische Truppen in Greetsiel. Sie wurden von den Ostfriesischen Ständen ins Land gerufen, um die ständischen Rechte gegen die Fürstin Christine Charlotte zu sichern.

Die Fürstin Christine Charlotte regierte Ostfriesland vormundschaftlich für ihren minderjährigen Sohn Christian Eberhard. Sie versuchte das Land absolutistisch zu beherrschen. Dies lief den Ständen zuwider, die durch ihre Rechte eigentlich ein quasi zweiter Souverän im Lande waren.

Der Kaiser hatte dies unter anderem durch die Verleihung des eigenen ständischen Wappens bestätigt und griff auch ansonsten immer häufiger zugunsten der Stände in die Ostfriesische Politik ein. Unter anderem beauftragte er den „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm von Brandenburg damit, die Einhaltung der Ostfriesischen Verfassung und damit die ständischen Rechte zu wahren.

Da die Fürstin immer wieder fremde Truppen, etwa aus Münster, ins Land geholt hatte, um ihren Willen durchzusetzen, baten die Stände nun Brandenburg, Truppen nach Ostfriesland zu entsenden, was auch – durchaus legal – mit der Landung in Greetiel geschah.

Diese Entwicklung ist in zweierlei Hinsicht für die Ostfriesische Entwicklung bedeutsam. Einerseits wurden die niederländischen Generalstaaten nach und nach durch den Kaiser und Brandenburg als Schutzmacht der Stände abgelöst und verloren so trotz weiterhin stationierter Besatzung in Emden und Leerort ihren Einfluss in Ostfriesland. Andererseits wurde der Grundstein für die brandenburgisch-preußische Übernahme der Regierung nach dem Aussterben der Fürstenfamilie 1744 gelegt.